Von jener Schwierigkeit, umzukehren

“Wenn es nicht geht, dann kehren wir leichtgewichtig um” – ein Sine tempore, dieser mir schon jede Menge Male übrig die Lippen gekommen ist. Doch egal wie geisteskrank es Neben… wurde – umgedreht sind wir noch nie! Irgendwie war dieser Optimismus immer größer. Dann sagt man sowas wie “jetzt sind wir schon so weit gekommen”, “umzudrehen würde noch viel länger dauern” oder “gleich wird’s charakteristisch besser”. Die Summe Unfug.

Welcher Grund zu Händen solche Floskeln ist ganz leichtgewichtig: es ist verdammt schwierig, umzukehren. Zumindest zu Händen mich. Denn umzudrehen heißt aufzugeben. Es ist ein Scheitern. Und dies fühlt sich nie gut an. Dass es im Spannungsfeld dazu Neben… okay sein kann, nein, sogar vernünftig – drum geht es heute in dieser Fortsetzung unserer Reise durch dies schöne Kolumbien.

Wo waren wir stehengeblieben?

Achja – wir sind jetzt gen zwei Moppeds unterwegs! (Wer es noch nicht mitbekommen hat, kann im letzten Gebühr nachlesen, wie es dazu gekommen ist). Die letzten Monate hatten wir uns drum gekümmert, welches gleichermaßen immer zu zusammenbringen (ohne unsrige lieben Freunde und Familie in Deutschland hätte es nicht geklappt!) und nun war es endlich so weit: Wir konnten den zweiten Tiger in Bogotá fortschaffen.

Dies war Neben… eine interessante Erleben. Oder sagen wir’s mal so: Wer eine andere Ziel gen die deutsche Bürokratie bekommen möchte, dem können wir kombinieren Motorradtransport nachher Kolumbien empfehlen. Dies Prozedere nachher sich ziehen wir in einem Video festgehalten:

Back to the jungle!

Nachdem wir den Bürokratie-Wahnsinn hinter uns gebracht hatten, wollte dieser neue Tiger natürlich zuverlässig eingefahren und getestet werden.

Und zwar noch mal schräg durch halb Kolumbien, zurück nachher Ecuador. Dort war vor zwei Monaten Regenzeit und wir konnten wegen Bergstürzen nicht in den tropischer Regenwald verkehren. Nun könnten wir die Bootstour in den Amazonas später holen und taktgesteuert unsrige 90-Tage-Visa nebst einem Borderrun verlängert bekommen. Es geht deshalb wieder in den Süden.

Ein Umweg in die Wüste

Die ersten Kilometer gen zwei Motorrädern waren recht aufregend (welches nicht zuletzt am bogotanischen Verkehrswesen liegt) – hauptsächlich im Spannungsfeld dazu ein wahnsinnig überwältigendes Gefühl, nun endlich gen zwei Bikes unterwegs zu sein!

So leer sind die Straßen in Kolumbien leider nur selten
“Dies hat ja viel besser geklappt, wie ich erwartet hätte”, meint Moe zum Schluss. meine Wenigkeit nehme dies leichtgewichtig mal wie Schmeichelei

Schlangenlinien

Welches dann folgt, ist ziemlich hässlich. Uff den rund tausend Kilometern zur ecuadorianischen Grenze verwandelt sich die Straße in eine derartige Löcherpiste, dass wir nur noch damit beschäftigt sind, Schlangenlinien zu verkehren. Manche Löcher sind so tief, man könnte ungelogen ein Badeort darin nehmen. Wenigstens herrscht wegen dieses Zustands wenig Verkehrswesen und dies unaufhörliche Überholspiel im Rest Kolumbiens wird uns weitestgehend erspart.

Schön ist jedoch, dass sich weniger Touristen hierher verirren. Wir genießen Exotenstatus, dieser Gelegenheit bietet, Menschen irgendwas kennenzulernen. So halten wir ein Schwätzchen mit dieser Kaffeeverkäuferin am Straßenrand, die sich sichtlich darüber wundert, wie man so nachhaltig gen dem Motorrad unterwegs sein kann (ob dies nicht schrecklich tote Hose wäre?). In einem Hostal lernen wir Ricardo Kontakt nach sich ziehen, dieser uns sofort anbietet, ihn Zuhause in Bucaramanga kommen zu kommen. Eine liebe Herbergsmutter schenkt uns nebst dieser Weiterfahrt dies lokale Gebäck wie Vorräte. Und eine Masse junger Männer spendieren ihr gebrochenes englische Sprache zum Besten, um mir Komplimente zu zeugen.

Brennende Straßen

Nachher ein paar Umwegen kommen wir schließlich im äußersten Süden Kolumbiens an, nur noch ein paar Kilometer von dieser Grenze weit.

Die vergangenen Tage gab es immer mal wieder beunruhigende Nachrichtensendung von Ecuador, welche leider immer unterlegen geworden sind. Nachdem die Regierung vor einigen Tagen im Rahmen von Auflagen dieser Gewährung eines Kredits des IWF die Subventionierung dieser Treibstoffpreise gestrichen hatte, gab es kombinieren Streik im Transportsektor.

Inzwischen hat sich die indigene Nation den Protesten erreichbar und die Straßen sind landesweit nicht zugreifbar. Baumstämme, brennende Reifen, Nägel gen den Straßen sowie fehlendes Sprit können derzeit den Verkehrswesen zum Stillstand. Nahrungsmittel werden notdürftig. Es gab Plünderungen. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen.

Wir sind hin- und hergerissen: Einerseits wollen wir uns nicht von – nachher unserer Erleben vielmals übertriebenen und nicht differenzierenden – Reisewarnungen entmutigen lassen. Die meisten Sperrungen entscheiden sich in den Großstädten und gen umliegenden Hauptstraßen, wo wir vorerst nicht unterwegs wären.

Eine andere Sache ist bekommen wir durch Freunde und Umgang jedoch schnell mit, wie schwierig es ist, sich schier fortzubewegen. Zudem sprechen sich lokale Motorradclubs sehr lichtvoll dagegen aus, momentan schier einzureisen. Wo wir uns Neben… erkundigen: überall wird gewarnt. Wie nachhaltig welches gleichermaßen immer währen wird und wie sich die Status entwickelt – dies kann keiner sagen.

Im gleichen Sinne wenn es schwergewichtig fällt, entscheiden wir uns im letzten Moment gegen die Einreise. Dies Risiko ist womöglich zu hoch und wir zu tun sein nicht die Helden sein. Wir wären lediglich leichte Todesopfer.

Unruhige Zeiten

Welches wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen: In den kommenden Wochen wird in Südamerika noch viel mehr vorbeikommen. In Chile, Bolivien, Argentinische Republik und Neben… hier in Kolumbien werden Menschen gen die Straßen in Betracht kommen, um gegen ihre Regierung zu Widerspruch erheben. Worum es derbei in den verschiedenen Ländern geht, kann man zum Warenmuster hier oder hier nachlesen.

Uns wird (wieder mal) gewahr, wie viel Glücksgefühl wir gen dieser bisherigen Reise hatten. Stets konnten wir uns unbeschwert durch Südamerika in politische Bewegung setzen. Die letzten Wochen nachher sich ziehen gezeigt, wie schnell sich die Stimmung ändern kann.

…dann bin ich halt die Spaßbremse

Nun sahen wir die Ereignisse wie Risiko, die berühmte “Todesstraße” Kolumbiens, dies Trampolina de la Muertezu verkehren. Sie ist die südlichste Vernetzung dieser beiden Hauptstraßen, die von Nord nachher Süd resultieren. Woher sie diesen Namen hat, könnt ihr euch wahrscheinlich schon denken: es ist nicht die sicherste Straße. Weiter tiefer Abgründe geht es gen einer engen Erdstraße übrig den Bergpass. In diesem Kasus gibt es manche Wasserdurchquerungen und – dies Schlimmste – kombinieren mörderischen Verkehrswesen.

Wenn man die Straße vorsichtig und im Trockenen fährt, dann ist es wohl gut machbar. Dies Problem ist nur, dass es in dieser Region im Prinzip immer regnet. Wir wollen es versuchen und warten gen besseres Wetter.


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